Bewegung bei Arthritis/Rheuma

Rheumatoide Arthritis und auch Morbus Bechterew greifen Gelenkstrukturen an. Um die Funktion der Gelenke möglichst lange zu erhalten, ist Bewegung essenziell. Dabei ist es wichtig, mit dem Arzt abzuklären, welche Sportart möglich ist. Auch akute Schmerzen sollten vermieden werden.

Gelenke, Knochen, Muskeln, Sehen und Bänder machen unseren Bewegungsapparat aus. Die rheumatoide Arthritis und Morbus Bechterew greifen die Gelenkstrukturen an. Daher ist es wichtig, in Bewegung zu bleiben. Bei der Bewegung der Gelenke wird die Gelenkflüssigkeit, die den Knorpel der Gelenke ernährt, verteilt und kann den Knorpel bestmöglich mit Nährstoffen versorgen sowie Abfallprodukte ausschwämmen. Auch die Bandscheiben des Rückens sind aus Knorpel und profitieren daher von Bewegung. Schmerzen an den Gelenken können den Körper außerdem in eine Schonhaltung zwingen, die wiederum zu Schmerzen und Verspannungen führt. Hier kann ein Physiotherapeut geeignete Übungen nennen, um gezielt Muskeln aufzubauen und Fehlhaltungen zu vermeiden. Bewegung wirkt außerdem positiv auf die Stimmung, fördert einen guten Schlaf und verhindert Knochenabbau. Auch Begleiterkrankungen wie Übergewicht oder Bluthochdruck können bekämpft werden.

Die Auswahl möglicher Sportarten ist groß. Zum Training sind vor allem gelenkschonende Kraft- und Ausdauersportarten empfehlenswert. Schwimmen oder Wassergymnastik gelten als äußerst gelenkschonend. Radfahren oder Nordic Walking sind Joggen oder Ballsportarten vorzuziehen und besonders gut, um die Ausdauer zu trainieren – und sich an der frischen Luft zu bewegen. Tai Chi, Yoga oder Qigong sind nicht nur gut für die Beweglichkeit, sondern auch zur Entspannung. Auch Pilates ist eine gelenkschonende Alternative, die Muskeln und Gelenke trainiert und auch einen Fokus auf die Beweglichkeit der Wirbelsäule legt. Außerdem bietet die Rheuma-Liga bietet in verschiedenen Städten ein Funktionstraining für Rheuma-Patienten an (https://www.rheuma-liga-nrw.de/rheuma-info/bewegung/). Auch Kräftigung und Dehnung der Finger und Hände ist wichtig, um die Beweglichkeit und Funktion zu erhalten. Auch hier gibt es Handtrainer, Therapieknete oder mit Sand gefüllte Säckchen, mit denen sich die Muskeln trainieren lassen und die die Durchblutung fördern.